Anforderungen

Bedingungen, damit Fahrzeuge auf unseren Gleisen und Weichen laufen

1) Spurkranzhöhe und Stärke: Die Spurkränze unserer Fahrzeuge sind dicker und höher, als die von Modellbahnen nach NEM- Norm. NEM- Loks können unsere Weichen nicht durchfahren

2) Mittelleiter: für das Zweizugsystem sind unsere Fahrzeuge mit Mittelschleifern ausgerüstet. Die beiden Räder einer Achse dürfen nicht elektrisch verbunden sein.

3) Kupplungen: Neuere Loks haben einen Kupplungsschacht nach NEM- Norm. Für diesen liefert TRIX noch immer Steckköpfe passend für das EXPRESS - System. Da diese Kupplungsköpfe recht unförmig sind, verzichte ich darauf und betreibe neue Loks und Wagen mit internationalen Kupplungen. Auch einige EXPRESS- Fahrzeuge habe ich damit ausgerüstet. aber das ist eine Geschmackssache.

Hier ein paar Beispiele für nötige Arbeiten, damit die Fahrzeuge für uns nutzbar sind:

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Hier der Drehgestellrahmen einer E41. Ab Werk haben die Drehgestelle der meisten Trix- Loks eine Weite von 12,9 mm. Da wir ein Spurinnenmaß von 11,6 - 11,9 mm brauchen, müssen die Rahmen im Bereich der Räder auf unter 11 mm herunter gefräst werden. Bei einigen Modellen funktioniert auch ein Spurmaß von 12,2 mm. Dann braucht der Rahmen nicht ganz so schmal gefräst werden.

Die Spurkränze werden mit speziell angefertigten Ringen auf das notwendige Maß gebracht. Danach müssen sie wieder präzise auf die Achsen gepreßt werden.

Auch die Stromführung muß geändert werden. Nach NEM erfolgt die Stromaufnahme von der linken Rahmenseite. Die Räder der rechten Seite sind isoliert. Also müssen die Achsen gedreht werden, oder das Drehgestell.

Außerdem ist der Rahmen hier der Pluspol, bei EXPRESS ist der Rahmen Masse.

Deshalb sind die Mittelleiter bei diesem Beispiel mit Plastikschrauben befestigt.

Bei dieser BR74 von Trix sieht man auch, daß es nicht immer einfach ist, Platz für die größeren Spurkränze zu schaffen, aber hier geht das.

Natürlich muß bei Loks mit Gestänge auch der Versatz der Räder wieder genau eingestellt werden, damit es nicht klemmt.

Eine Besonderheit stellen die älteren Modelle von Märklin (HAMO) dar. Sie haben meist alle Achsen direkt angetrieben mit Zahnrädern direkt am Rad. Für den fachgerechten Umbau, der lange Freude an dem Modell bietet, müssen die Achsen gewendet werden, damit die Stromaufnahme von der rechten Seite erfolgt. Sind die Zahnräder fest am Rad angegossen, werden diese abgeschliffen. Auf der richtigen Seite mit den isolierten Rädern werden neue Zahnräder montiert, der Rahmen soweit befräst, daß sie sich weiter auf die Achse schieben lassen, damit sie nicht durch den Spurkranzring überdeckt werden. Dazu wird hinter den isolierten Rädern noch eine dünne Pertinaxscheibe montiert, damit die Räder bei einer Berührung der Zwischenzahnräder keinen Kurzschluß verursachen.

Auf diese Umbauten hat sich Thorsten Schlange (thorsch(at)weg.de) spezialisiert. Es erfordert besonderes Werkzeuge und einen Vorrat an verschiedenen Zahnrädern. Leider sieht man im web viele Beispiele von Umbauten, bei denen man es sich zu einfach gemacht hat. Das führt oft zu Frust nach relativ kurzem Betrieb des Modells.

Hier ein Beispiel einer Lok, die ich zur Reparatur bekommen habe (BR53, Märklin-Hamo):

M1
T1

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Die Achsen wurden nicht gewendet. Der Rahmen ist nur auf einer Seite gefräst. Dadurch steht die Lok nicht mehr gerade auf dem Gleis. Schlimmer ist aber, daß der neue Spurkranz der hinteren Führungsachse (rechts) das Zahnrad halb überdeckt. Durch ein zu weites Spurmaß ist das Zahnrad am Zwischenzahnrad übergesprungen (1). Dadurch klemmte dann das Gestänge der Lok.

Selbst wenn das Zahnrad nicht überspringt durch korrekt eingestelltes Spurmaß, verschleißt es schneller, weil es nur noch teilweise in das nächste eingreift.

 

 

 

 

Beim zweiten Bild sieht man, daß Thorsten Schlange die Achsen gewendet hat. er hat neue Zahnräder montiert, die vollständig ineinander greifen. Der Umbau ist wesentlich aufwändiger. Aber es lohnt sich.

(ebenfalls BR53)