Bauphase 3

So, in den letzten beiden Wochen (bis 09.10.14) ist der Bahnhofsteil fertig gestellt. Natürlich gibt es noch weitere Kleinigkeiten zu tun. Aber nun gibt es keine “nackten Stellen” mehr und es macht wieder Spaß, auch zu spielen.

Besonders Spaß gemacht hat mir das Lasercut- Modell vom Zechenbahnhof Piesberg, Osnabrück. Die Inneneinrichtung entstand aus Bastelresten. Für die Innenbeleuchtung der Gebäude habe ich weitgehend LED verwendet. So ist dann wohl längerfristig Ruhe und der Birnchenwechsel entfällt.

Vieles könnte man genauer machen, aber dazu fehlt mir die Zeit. Trix Express ist selbst ja auch nicht State of Art des Modellbaus. Ein paar Beispiele:

- Pflasterung: Mit den flexiblen Straßenpflastern verschiedener Hersteller habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Das Material aus Schaumstoff sieht erst einmal gut aus und läßt sich sehr realitätsnah verarbeiten. Wölbungen wie beim Vorbild sind kein Problem. Aber nach wenigen Jahren löst sich das Zeug auf und zerbröselt. Gedruckte Pflaster für Straßen und Plätze, beispielsweise von HEKI, zeigen eine deutliche Musterung der Textur. Man sieht, daß das Pflaster aus kleinen, immer wieder kehrenden Texturen dargestellt ist. Das kann man mit den heutigen Druckern auch selbst. Da ich nicht die Muße hatte, über einen halben m² zu gipsen und manuell das Muster einzuritzen, habe ich den eigenen Druck verwendet.

- Oberleitung: Als seinerzeit mein Sohn “mit gespielt” hatte, seine Feinmotorik aber noch zu wünschen übrig ließ, hatte ich mich für die hängenden Gartenzäune von Märklin entschieden. Nun, etwa 20 Jahre später, läßt meine Feinmotorik zu wünschen übrig, wenn es darum geht, Gleise zu putzen. Gerade bei Express ist nun mal zuweilen Handarbeit angezeigt. Ich habe keine Lust, dann hinterher immer die ruinierten, maßstäblichen “Spinnweben” zu flicken. Also ist es bei den seltsamen Dingern geblieben, die in Kurven sogar im Bogen hängen.

Warnen möchte ich vor dem Gleischotter von Faller. Normalerweise verwende ich Natur- Granit. Das Zeug läßt sich prima auftragen, mit einem Pinsel einfegen und dann mit einem Weißleim/Wassergemisch mit einem Tropfen Spülmittel fixieren. Als mir in der letzten Woche der Schotter ausging, hatte ich nicht genau darauf geachtet und den Schotter von Faller genommen. Das leichte Material bleibt nicht so gut liegen, wie Echtstein. Als ich es dann mit der Flüssigkeit fixieren wollte, ging das Drama los: Es nimmt erst die Flüssigkeit nicht an, sondern spült von der Böschung herunter. Einige Bestandteile nehmen es dann aber so weit an, daß die schwarze Farbe auswäscht und die Umgebung schwärzt. Übrig bleibt ein schwarzer Brei am Fuße des Gleisbettes.

Für “erdige” Flächen verwende ich eben diese.... aus dem Garten, getrocknet und fein gesiebt.

 

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Zu guter letzt ist noch eine “Überwachung” des Schattenbahnhofs dazu gekommen. Eine aufwändige Schaltung wollte ich für die vier Gleise nicht. In den vorherigen Anlagen gab es Gleiskontakte und Anzeige- LED. Aber wie man es auch macht, müssen die Endfahrzeuge eines Zuges immer eine gewisse Ausrüstung aufweisen, bei Gleiskontakten sind das Schleifer.

Seit Jahren hatte ich noch eine USB- Webcam herum liegen. Also habe ich die aufgestellt und einen kleinen LED- Streifen für die Beleuchtung installiert:

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